Im zweiten Aufeinandertreffen in der Playoffrunde zwischen den Metropolitans und den RheinStars aus Köln ging es hoch her. Die Metropolitans starten gut ins Spiel, in der TSG-Halle eine Stimmung, wie es einem Jugendbasketball-Bundesliga-Spiel würdig ist. Die große Überraschung fiel leider aus.
Dass die Metropolitans mit viel Energie und schnell spielen können, haben sie in dieser Saison vielfach unter Beweis gestellt. Was die Zuschauer aber am Freitagabend in der TSG-Halle sahen, stellte die bisherigen Leistungen der Mets-Spieler auf den Kopf. Die Metropolitans gehen in Führung, die Halle ist voll da und diejenigen, die Gehörschutz dabei hatten, waren gut beraten. Jung und alt, Eltern, Brüder, Schwestern und Vereinsmitglieder feuerten die Metropolitans bei jeder Aktion an. Ihnen gelingt ein Fünf- zu-null-Lauf und sie setzen die Kölner weiterhin gehörig unter Druck. Die wiederum können den Metropolitans Paroli bieten, lassen sich nicht aus der Ruhe bringen und bleiben dran. Es geht hin und her und erst in den letzten Sekunden des ersten Viertels liegen die Metropolitans mit einem Punkt hinten.
So vielversprechend das erste Viertel für die Metropolitans lief, so ernüchternd ging es weiter. Kölns Trainer Sebastian Pritz nahm einige Veränderungen vor. Sie verteidigten nun in der gegnerischen Hälfte, ließen den Mets nicht viel Spielraum, die ihrerseits nicht die geeigneten Rezepte hatten, die Verteidigung der RheinStars zu ihrem Nutzen auszuspielen, und so kassierten sie Punkt um Punkt.
Nach der Pause sahen die Zuschauer noch mal ein spektakuläres Viertel. Die Trefferquote bei beiden Mannschaften ist ähnlich hoch, für die Metropolitans stellt sich ein guter Spielrhythmus ein und sie verlieren das Viertel nur knapp mit vier Punkten, liegen aber insgesamt mit 22 Punkten hinten. Einen so hohen Rückstand gegen eine Mannschaft, die zu den Top-5-Mannschaften in der Liga gehört, wettzumachen, wäre alles andere als ein Wunder gewesen.
Die Metropolitans scheiden gegen eine Mannschaft aus, die neben zwei U15-Nationalspielern (Fynn Rieck und Maximilian von Saldern) auch als Anwärter für den Gesamtsieg in der Liga gehandelt wird. Sie scheiden gegen eine Mannschaft aus, deren Starting Five 77 Punkte macht und mit einem Effizienzwert von 86 zu Werke geht.
Auch wenn die Niederlage wenig schmeichelhaft ist, die Metropolitans haben an diesem Abend aufblitzen lassen, dass sie zu Recht in den Playoffs mitgespielt haben. Leider ist die Saison nun für die Mets zu Ende und der Kader wird sich bis auf wenige Spieler auflösen. Im nächsten Jahr ist mit neuen Talenten aus der Rhein-Neckar-Region zu rechnen, die dann in der höchsten U16-Jugendliga angreifen werden. Vielleicht gelingt dem Trainerduo Mert Meral und David Deissler erneut eine Teilnahme in den Playoffs. Genug Erfahrung hat das junge Trainergespann gesammelt und das lässt auf eine rosige Zukunft hoffen.
RheinStars Köln vs RN Metropolitans 62:98 (17:18, 10:27, 18:22, 17:31)
E. Uzun (0,1), A. Blaue (6,5), B. Drezgic (8,2), I. *Michalzik (12,7), L. Ruck (4,0), M. *Utech (7,3), J. *Türkyilmaz (9,2), M. *Heydasch (8,7), J. *Zumstein (0,2), J.K. Köhler (4,4), H. Krebs (0,1), A. Olanrewaju (4,1), *Starting Five
PM: MK
Foto: Alex Michalzik