AST 2024: Spielberichte von Tag vier

Gruppe/Group A

Czechia – Japan 59:62 (8:14, 14:15, 20:16, 17:16)

Vor dem Beginn der Partie war klar, dass sich eines der beiden Teams über seinen ersten Sieg beim diesjährigen Albert Schweitzer Turnier (AST) würde freuen dürfen. Für Tschechiens Head Coach Torsten Loibl war es ein ganz besonderes Spiel, war er doch zuvor viele Jahre lang Coach für den japanischen Verband, u.a. auch beim AST. Tschechien kam zunächst gar nicht mit den Japanern zurecht (0:6, 3.). In einer punktearmen Partie häuften sich technische Fehler. Nach acht Minuten führte Tschechien mit 7:6, ehe die Japaner übernahmen und nach dem ersten Viertel vorne lagen (8:14). Die Begegnung hatte insgesamt nur recht dürftiges Niveau zu bieten. Japan nutzte die Fehler des Gegners gnadenlos und dominierte jetzt. Bis zum 12:21 zog man davon (15.). Tschechien bekam keinerlei Zugriff und nutzte die körperliche Überlegenheit nicht. Zum Seitenwechsel blieb Japan vorne (22:29).

Die Tschechen intensivierten ihre Defense zu Beginn des dritten Viertels, in dem es auch gelegentliche Höhepunkte zu sehen gab. Nach 27 Minuten hieß es 36:36, aber wieder schlugen die Japaner zurück (38:44, (29.).  Tschechien kam einfacxh nicht vorbei am Gegner (45:46, 32.), bis beim 51:50 der Bann gebrochen schien (35.). Doch in einer spannenden und ebenso hektischen Schlussphase holten sich die Asiaten ihren ersten Sieg.

Türkiye – Slovenia 65:66 (18:17, 22:16, 8:18, 17:15)

Insgesamt erwischten die Türken den etwas besseren Start. Ein guter Auftritt als Team brachte ihnen eine 15:10-Führung nach fünf Minuten. Das Publikum durfte sich über einen schwungvollen Beginn freuen. Nach den bisherigen Eindrücken beim Turnier war Slowenien als Favorit in die Partie gegangen, aber das türkische U17-WM-Team verkaufte sich sehr gut. Mehr Zug zum Korb und größere Aggressivität führte zum 30:22 für die Türken Mitte des zweiten Spielabschnitts. Die Slowenen steigerten sich und kamen auf 32:30 heran (18.), ehe die letzten Szenen vor der Pause wieder den Türken gehörten (40:33).

Die Slowenen kamen mit frischem Elan aus der Kabine. Schließlich wollten sie ihre Chance auaf das Halbfinale wahren. Beim Stand von 42:40 für die Türkei musste die Partie rund 30 Minuten lang unterbrochen werden, da eine defekte Sonnenblende ein reguläres Spiel nicht zuließ. Mit seinem zweiten Dreier in Folge brachte Vit Hrabar die Tschechen in Front (42:43, 26.). Verbissen wurde um jeden Ball gekämpft, nach drei Vierteln war nichts entschieden (48:51). Gefühlt übernahm Slowenien in einer jetzt zerfahrenen Partie die Kontrolle, aber beide Teams brachten einige Zeit lang nur wenig aufs Scoreboard (54:54, 35).Die Schlöussphase gestaltete sich äußerst spannend, Tschechien hatte das bessere Ende für sich.

Gruppe/Group B

Egypt – China 94:88 (11:28, 22:17, 25:24, 23:12, 13:7) OT

China bemüht den ersten Sieg einzufahren, kam mit viel Energie aus den Startlöchern und erspielte sich über seine Drives ein erstes Polster (8:15). Ägypten früh mit Foulproblemen tat sich defensiv schwer die Chinesen an der kurzen Leine zu halten (11:17, 7.). Bis zum Ende des Viertels baute China seine Führung weiter aus und bestraften, die sich häufenden Turnover des Gegners konsequent (11:28). Im zweiten Viertel mischten die Ägypter munter mit und verkürzten dank zweier Dreier auf 23:32. Auch in der Folge gab der Vertreter aus Afrika den Ton an und lag nach einem And-one mit nur noch fünf Punkten im Hintertreffen (33:38, 28.).

Die Halbzeitpause hatte den Chinesen merklich gutgetan und nach einem Backboard-Dreier hatten sie die Partie fest im Griff (39:54, 24.). Der Schein trügte allerdings und Ägypten kam über Muhammed Hussin zurück in Reichweite (55:63, 28.). Bis zum Schlussviertel bekam China den Lauf der Ägypter nicht gestoppt und kämpfte besonders mit Problemen beim Rebound (66:69). Das Momentum war nun komplett auf der Seite Ägyptens und China wirkte ob des sich abzeichnenden Comebacks nervös. In den Schlussmomente brachte Ägypten die Partie von der Freiwurflinie in die Verlängerung, in welcher die Mannschaft aus Nordafrika den zweiten Sieg einfahren konnte (94:88).

Italy – Greece 74:82 (16:14, 26:19, 11:21, 21:28)

Italien mit vielversprechendem Start, ehe sich Point Guard Samuele Miccoli bei der Landung am Knöchel verletzte. Griechenland mit starker Reaktion auf die italienische Drangphase (16:14, 8.). Griechenland danach sogar mit der 19:20-Führung (4.). Italien reagierte in Person von Maikcol Perez, der den Spielstand mit seinen zehn Zählern drehte (29:25, 7.). Im zweiten Viertel übernahmen zunächst die Italiener und lagen nach den Punkten des flinken Pietro Iannuzzi mit zehn Punkten in Front (38:28, 17.). Kurz darauf fünf griechische Punkte in wenigen Sekunden und Italien mit der Auszeit (40:33).

Zu Beginn der zweiten Halbzeit setzte Griechenland die ersten Akzente und ging vor einem immer lauter werdenden griechischen Anhang mit 42:43 in Führung (24.). Italien fehlte in dieser Phase die Intensität, um den Attacken der Griechen standzuhalten. Bitter für Griechenland, dass Mitte des dritten Viertels Topscorer Panagiotis Pagonis nach einem unsportlichen Foul vom Platz musste. Beide lieferten sich nun ein Kampf um jeden Zentimeter, wobei die Griechen entschlossener wirkten (55:58, 33.). Eleftherios-Kosmas Liotopoulos übernahm zum Spielende und besorgte den vierten griechischen Sieg (74:82).