AST 2024: Spielberichte von Tag drei

Gruppe/Group A

Slovenia – Czechia 83:54 (21:16, 15:12, 22:16, 25:10)

Hatten die Slowenen den Frust vom Vorabend bei der Niederlage gegen die DBB U18 abgelegt. Diese Frage stellte sich vor der Partie gegen Tschechien. Nach ausgelichener Anfangsphase sorgte Sloweniens Mark Padjen fast im Alleingang für die 21:16-Führung der Slowenen nach dem ersten Viertel. Man hatte aber zu wenig aus der Überlegenheit gemacht. Im zweiten Viertel übernahm Vit Hrabar für Slowenien, das nach 13 Minuten mit 30:18 vorne lag. Tschechien leistete sich zu viele technische Fehler. Dann aber riss der Faden in der slowenischen Offense und Tschechien kam auf 31:26 heran (18.). In etwa bei dem Abstand blieb es bis zur Pause.

Nach dem 36:31 in der 22. Minute drehten erneut Padjen und Hrabar auf und führten ihr Team zum 49:35-Vorsprung. Danach ging nicht mehr viel für die Tschechen, Slowenien wurde seiner Favoritenrolle gerecht. Obwohl viele Spieler aus der zweiten Reihe viel Spielzeit erhielten, war der slowenische Erfolg nach der Pause absolut ungefährdet. Über 58:44 nach dem dritten Viertel ging es zum 83:54-Endstand.

Japan – Australia 67:93 (23:21, 19:29, 9:24, 16:19)

Die erste Überraschung erfolgte bereits mit dem Sprungball. Den sicherte sich nicht etwa der australische 220 cm Center Rocco Zikarsky, sondern sein mehr als ein Kopf kleinerer Kontrahent Kenichiro Benedict. Dann verlief drei Minuten lang alles „normal“ (11:3 Australien), ehe sich die Japaner – angefeuert von einer vielköpfigen Fankolonie – daran machten, den hohen Favoriten gewaltig zu ärgern. Mit ihrem fünften Dreier kamen sie zum 21:21-Ausgleich, führten nach dem ersten Viertel sogar (23:21). Australien versuchte es mit einer Zonenverteidigung, aber die Japaner machten auch weiterhin ganz viel Spaß (27:27, 13.). Dann wurde es Zikarsky und Roman Siulepa zu bunt, sie hämmerten zwei Dunks in den japanischen Korb. Nach 16 Minuten lagen die Australier deutlicher vorne (32:40), nach zwei Vierteln hieß es 42:50.

Die Japaner blieben zunächst ein äußerst unangenehmer Gegner und Australien sah in vielen Szenen wahrlich nicht gut aus (49:55, 24.). Aber dann schafften die Aussies einen 10:0-Lauf zum 49:65 (27.) und damit erstmals einen wirklich deutlichen Vorsprung. Niemanden in der bereits gut gefüllten GBG Halle wunderte es, dass die Asiaten auch weiterhin alles versuchten. Es war klar, dass Australien das Spiel gewinnen würde, aber dennoch wurde das Publikum bestens unterhalten. Am Ende wurde es dann doch noch recht deutlich.

Gruppe/Group B

Germany U17 – Italy 67:85  (22:24, 21:16, 12:19, 12:26, Spielbericht/game report)

 

Greece – Egypt 91:57  (27:8, 15:8, 32:26, 17:15)

Die Griechen mit dem besseren Beginn und dank Panagiotis Pagonis früh mit Oberwasser (27:8). Den Ägyptern fehlte die Abstimmung, wodurch viele Anspiele Richtung Seitenaus oder Tribüne segelten. Auf der anderen Seite spielten die Griechen wie aus einem Guss und fanden immer wieder den freien Mann für einfache Punkte (38:10, 16.). Die Begegnung flachte danach etwas ab, wobei Griechenland das Spielgeschehen weiterhin bestimmte (42:16).

Ägypten fand auch zu Beginn des dritten Viertels keinen offensiven Fluss und lag weiter relativ hoffnungslos im Hintertreffen (56:21, 24.). Im späteren Verlauf kamen die Ägypter endlich zu ihren Aktionen und belohnten sich. Griechenland war aber nie gefährdet die Partie nochmal zu öffnen und ging mit einer 30-Punkte-Führung ins Schlussviertel. Dort machten die Südeuropäer früh alles klar und schlugen Ägypten in einem Klassenunterschied.

China – Serbia 75:99 (16:32, 23:22, 20:22, 16:23)

Serbien hatte China früh unter Kontrolle und war offensiv kaum zu stoppen (13:30). China schickte Serbien wiederholt an die Freiwurflinie und war defensiv oft den Gedanken zu spät. Im zweiten Viertel kam China besser zurecht und arbeitete sich in Reichweite (23:34). Die Serben ließen sich aber von kleinen Läufen nicht aus der Ruhe bringen und machten es aufgrund ihrer variableren Spielanlage wieder deutlicher (31:47, 17.). Am Kräfteverhältnis änderte sich auch bis zur Halbzeit nichts und Serbien nahm eine souveräne Führung mit in die Kabine.

Selbes Bild im dritten Viertel. China bemüht, aber nicht mit der richtigen Mischung aus Defense und Offense. Besonders beim Rebound machten die Serben ihre Qualitäten spürbar. Nach vier Punkten von Boyuan Zhang, griff der serbische Coach zur Auszeit (49:62, 25.). Mitte des letzten Viertels kamen die Serben zunehmend in Spiellaune und legten sich die Chinesen zurecht. Der No-Look-Pass mit anschließendem Dunk rundete den Sieg der Serben passend ab (75:99).

Quelle: ast@basketball-bund.de

Fotos: DBB/Felix Steiner | DBB/Johannes Arnold