AST 2024: Erste Niederlage für DBB-U18

Top-Favorit Australien hat den deutschen U18-Jungen die erste Niederlage beim Albert Schweitzer Turnier (AST) in Mannheim und Viernheim beigebracht. Am Ende hieß es 89:75 (21:15, 24:21, 23:16, 21:23) für Australien. Damit bleibt das Team von „down under“ ungeschlagen und hat allerbeste Chancen auf das Halbfinale. Zum Abschluss der Vorrunde geht es für die DBB-Auswahl am morgigen Donnerstag gegen Japan (Spielplan). Ein Sieg vorausgesetzt entscheidet sich die deutsche Halbfinalteilnahmne in der Partie zwischen Slowenien und Australien.

Intensiv und sehenswert

Unter den Augen des BBL-Teams der MLP Academics Heidelberg mit den beiden Nationalspielern Bennet Hundt und Paul Zipser begann die Partie. Nach erstem nervösen Abtasten netzte Jack Kayil einen Dreier zur deutschen Führung. Hinten wurde mit vereinten Kräften gegen den 220 cm Center Rocco Zikarsky verteidigt, Eric Reibe traf von weit draußen, auch Kayil ließ sich nicht lange bitten (9:2, 4.). Die mit 2.051 Zuschauern wieder hervorragend besuchte GBG Halle sah dann Australier, die besser in die Partie kamen und an der Freiwurflinie verkürzten (13:12, 7.). Intensiven und sehenswerten Basketball gab es zu sehen, Deutschland hatte jetzt einige Schwierigkeiten. Zikarsky brachte das Team von „down under“ in Führung und blockte hinten mehrere Würfe. Das Momentum war eindeutig auf der Seite der Australier (13:17, 8.), Auszeit Deutschland. Christian Anderson stoppte den australischen Lauf, aber Zikarsky machte mit seiner Defense den Unterschied im ersten Viertel (15:21).

Zwei Highlights gleich zu Beginn des zweiten Viertels: Zikarsky und Reibe stopften den Ball durch die Reuse des Gegners, Australien ging per Dreier zweistellig in Führung (16:26, 12.). Janne Müller und Reibe brachten ihr Team unter dem Jubel der Fans auf 22:26 heran, Auszeit Australien. Reibe hielt außen und innen dagegen und war in dieser Phase Deutschlands bestimmender Spieler, während Zikarsky und Roman Siulepa auf australischer Seite am meisten auffielen (27:33, 15.). Das DBB-Team ließ ein paar Würfe liegen und lief jetzt  einem deutlicher werdenden Rückstand hinterher (27:42, 18.). Müller, zweimal Anderson per Dreier und Kayil an der Freiwurfline verkürzten auf 36:42 (20.). Man konnte mit einem etwas besseren Gefühl in die Kabinen gehen (36:45).

Australien kontrolliert Partie

Deutschland brauchte einen Lauf, um wieder nah an die Australier heranzukommen. Aber die ersten Szenen gehörten dem Gegner, der wieder zweistellig davon zog (36:49, 22.). Das DBB-Team hatte enorme Mühe, gute Würfe herauszuspielen, denn die Defense der „Roos“ war überragend. Aber die deutschen Youngster waren sofort wieder da (41:49, ‚and one‘ Kayil, 23.). Deutschland versuchte es mit verschiedenen Defenseformationen und kam 43:49 heran (Kayil, 24.). Mit hohem Tempo und Einsatz ging es hin und her, beide Teams schenkten sich keinen Zentimeter auf dem Feld. Siulepa versenkt einen akrobatischen Wurf zum 47:55 und zeigte dabei seine überragende Athletik. Australien hatte sich aus dem kleinen Zwischentief herausgespielt und kontrollierte das Spiel weitestgehend (47:58, 27.). Reibe wehrte sich mit seinen Punkten 14 und 15, aber dann checkte Zikarksy wieder ein. Andersons Dreier wollten nicht fallen, Australien enteilte nach einem unsportlichen Foul weiter (49:67, 29.). Nach drei Vierteln sprach alles für einen australischen Erfolg (52:68).

Konnte es noch einmal ein Comeback der Deutschen geben? Kayil eröffnete den Schlussabschnitt mit einem Dreier, die Halle war da. Janne Müller legte ein „and one“ nach und es sah wieder etwas freundlicher für das DBB-Team aus (58:68, 31.). Kayil versuchte alles, doch Australien behielt die Übersicht und agierte sehr abgeklärt. Der so wichtige Sprung in den einstelligen Bereich gelang der deutschen Mannschaft nicht (62:72, 33.). Wieder antwortete der Gegner per Dreier und mit „Über“-Athlet Siulepa, der nicht zu kontrollieren war. Andersons Dreier machte noch etwas Hoffnung (65:77, 36.), Deutschland blieb dran, aber beim 72:83 nach 39 Minuten war das Spiel verloren. Vielleicht gibt es im AST-Finale eine Neuauflage.

Für Deutschland spielten
Spieler Punkte Verein
Jack Kayil 26 SC RASTA Vechta
Jordan Müller 0 BBU ’01/Orange Academy
Christian Anderson 19 Oak Hill Academy/USA
Janne Müller 11 Telekom Baskets Bonn/Dragons Rhöndorf
Tom Stoiber 2 Falcons Nürnberg/Tornados Franken
Hannes Steinbach 2 Würzburg Baskets Akademie
Anton Nufer 0 ALBA BERLIN
Eric Reibe 15 Bulls High School/USA
Jonas Zilinskas 0 BBU ’01/Orange Academy
Amon Levi Dörries 0 ALBA BERLIN
Nico Kodjoe 0 So Cal Academy/USA
Roy Krupnikas 0 AS Villeurbanne/FRA

 

Fotos: DBB/Johannes Arnold
Quelle: ast.basketball-bund.de