AST 2024: Spielberichte von Tag zwei

Gruppe/Group A

Türkiye – Japan 74:68 (20:17, 20:16, 21:15, 13:20)

Die Türken bleiben im Rennen um einen Platz im Halbfinale. Allerdings hatten sie heute über weite Strecken große Probleme mit den Japanern. Mit einem guten Start ging Türkiye mit 16:6 in Führung (6.) und es sprach vieles für einen „normalen“ Verlauf der Begegnung. Aber Japan blieb immer hartnäckig und aggressiv. Und wurde belohnt, denn in der 11. Minute konnten die Asiaten zum 20:20 ausgleichen. Sichtlich beeindruckt musste die Türkei dann sogar einen 24:25 (13.)- und 30:31 (18.)-Rückstand verkraften. Die letzten Szenen vor der Pause gehörten dann wieder dem Favoriten, der beim Seitenwechsel mit 40:33 vorne lag.

Sollte es wirklich eine große Überraschung durch die Japaner geben können? Zunächst sah es ganz so aus, denn nach einem 13:4-Lauf lag Japan nach 23 Minuten plötzlich wieder vorne (44:46). Dann übernahm Kaan Onat für die Türken im Alleingang, erzielte noch 18 Punkte im dritten Viertel (29 gesamt) und brachte sein Team mit 61:48 nach vorne. Das war dan auch die Vorentscheidung. Bis auf 70:54 zogen die Türken davon (34.), ehe Japan in den Schlussminuten noch eine deutliche Resultatsverbesserung gelang.

Czechia – Australia 51:99 (8:27, 13:22, 15:24, 15:26)

Die Geschichte des Spiels ist sehr schnell erzählt. Tschechien führte nach zwei frühen Dreiern mit 6:5, ehe Australien 22 unbeantwortete Punkte hinlegte und das Spiel schon nach dem ersten Viertel vorentschieden hatte (27:8). Zu groß war die individuelle, athletische und generell körperliche Überlegenheit, als dass die Tschechen eine Chance gehabt hätten. Die Tschechen erholten sich zwar etwas von dem langen Run des Teams von „down under“, aber wirklich bedrängen konnten sie den Gegner nicht. Zur Halbzeit hieß es 49:21 für den Favoriten.

Keine Veränderung am grundsätzlichen Geschehen in den Vierteln drei und vier. Der Rückstand der Tschechen wuchs kontinuierlich, der australische Head Coach verteilte die Spielzeit sehr gleichmäßig auf seine zwölf Akteure. Tschechien verkaufte sich so teuer wie möglich, wird aber gegen einen anderen Gegner den ersten Sieg beim diesjährigen Albert Schweitzer Turnier feiern müssen. Australien streute den ein oder anderen Leckerbissen ein und untermauerte seinen Status als AST-Topfavorit.

Gruppe/Group B

Egypt – Serbia 71:94 (19:22, 19:214, 16:16, 17:32)

Nach einem ausgeglichenen Viertel übernahmen die Serben zum Ende der ersten zehn Minuten die Kontrolle und stellten auf 12:18. Immer wieder fand das serbische Team den freien Mann per Extrapass und war von der gegnerischen Defense nicht zu greifen (16:22). In den zweiten Abschnitt erwischten aber die Ägypter den besseren Start und zwangen die Serben nach einem 6:0-Lauf zur schnellen Auszeit (25:24, 12.). Ägypten mit Oberwasser und nach dem sechsten Dreier von Amed Abouelela (20 PTS) mit vier Zählern in Front. Serbien reagierte mit Ganzfeldpresse, die den Ägyptern den Rhythmus zunächst nahm (36:41, 18.).

Nach der Pause übernahm zunächst Ägypten. Dreier von Abouelela und die Nordafrikaner glichen aus (48:48). Allerdings hatte Serbien wieder die passende Antwort parat und zog auf 50:59 davon. Im weiteren Verlauf ließen die Serben die Muskeln spielen und zeigten den sich lange wacker haltenden Ägyptern die Grenzen auf.

Italy – China 109:85 (30:16, 26:21, 27:27, 26:21)

Italien wurde seiner Favoritenrolle in der Startphase gerecht und überrumpelte China mit einer aggressiven Verteidigung (14:5, 4.). Italien nutzte zudem seine physischen Vorteile aus und dominierte die Bretter und Zone (21:4, 6.). In der Endphase des ersten Viertels setzte der Chinese Boyuan Zhang einige Akzente, welche bis dato aber nur Tropfen auf den heißen Stein blieben (30:16, 10.). Italien hatte die Partie weiterhin im Griff und erarbeitete sich eine Vielzahl an zweiten und dritten Chancen (38:23, 15.). Vor der Pause lagen beide Teams auf Augenhöhe, wobei den Chinesen, die sich offensiv steigerten, defensiv die Stops fehlten (53:37).

Nach dem Wechsel versuchte China den Rückstand weiter zu verringern und kam durch ihren Topscorer Boyuan Zhang in Schlagdistanz (64:55, 25.). Defensiv blieben die Chinesen aber nach wie vor zu unbeständig, wodurch Italien entweder in Transition oder per Dreier erfolgreich abschloss (74:55, 28.). Im Schlussakkord blieben die Italiener auf dem Gaspedal und brachten den Sieg in trockene Tücher.

Quelle: basketball-bund.de